Luftwaffentanklager Büchen

Im Jahre 1935 wurde in der Nähe von Büchen mit dem Bau verschiedener Anlagen begonnen. Neben einer Luftmunitionsanstalt mußten die ca. 800 Arbeitskräfte auch ein Luftwaffentanklager errichten. Dieses war offenbar ähnlich aufgebaut wie etwa die in Farge und Loccum.

Luftwaffentanklager Büchen - Wartungsgang

Während des Krieges waren im Barackenlager Büchen, einem der sogenannten "Zivilarbeiterlager", ca. achtzig Personen als Zwangsarbeiter inhaftiert.

Luftwaffentanklager Büchen - BunkerLuftwaffentanklager Büchen - BunkerLuftwaffentanklager Büchen - ehemaliger Tank

Am 7. April 1945 griffen 36 amerikanische B-17-Bomber die Anlage an. Sie warfen insgesamt 216 1-Tonnen-Bomben ab, von denen allerdings aufgrund der starken Bewölkung (7/10) die meisten ihr Ziel verfehlten. Trotzdem kam es zu großen Zerstörungen, was man noch heute zum Teil sehr gut erkennen kann. Riesige, zum Teil wassergefüllte Krater, die einmal unterirdische Tanks gewesen sind, lassen einen die Wucht der Explosionen erahnen.

Nach dem Krieg wurde der Rest der Anlage zuerst von den Alliierten, danach vom Bundesgrenzschutz genutzt. Heute liegt der größte Teil des Geländes brach.

Quellen (Auszug):
- Liste der Unternehmen, die im Nationalsozialismus von der Zwangsarbeit profitiert haben, Verlag 2001
- COMBAT CHRONOLOGY OF THE US ARMY AIR FORCES
- Deutscher Bundestag, Drucksache 11/6972
- Publich Record Office, Bestand WO 40/838
- Aussagen von Anwohnern
- eigene Recherchen

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